Klassenlager, Tag 2

Der zweite Tag bereicherte unseren Alltag mit viel Abwechslung, Spiel und Spass.


Gestartet haben wir, als die Kinder noch friedlich schliefen. Gemeinsam machten wir uns auf eine Mini-Versäuberungs-Runde.

Während anschliessend die Klassen ihr Frühstück genossen, hielt Takeshi nochmals einen Schönheitsschlaf im Zimmer.


Schliesslich startete das Abenteuer. Alle gemeinsam machten wir uns auf den Weg zur Alpkäserei. Das Warten, bis alle Schülerinnen und Schüler endlich bereit vor dem Haus standen, fiel Takeshi gar nicht so schwer, denn er war fasziniert von den neuen Gerüchen, die er noch nie in seinem Hundeleben in dieser Duftvielfalt erlebt hat. Jedes Kind hat sich nämlich zuvor - ganz gemäss Vorschrift und in weiser Voraussicht - mit Sonnencreme eingecremt. War das ein Dufterlebnis! Vermutlich für ihn so ähnlich wie wenn wir uns in einen Parfümladen begeben.
Als dann endlich alle zum Ablaufen bereit waren, lief Takeshi vorne mit. Er genoss es sichtlich, sich zwischen die einzelnen Kinder zu zwängen, sich ab und zu vorzudrängen und stets ein wenig gestreichelt zu werden.
Nach einem Teil des Weges mussten wir die Gruppen dann jedoch verlassen. Obwohl Takeshi mittlerweile schon recht gross ist - respektive gerade deshalb - darf er noch nicht allzu lange spazieren. Wir müssen seine jungen Gelenke noch schonen.
Der Rückweg hatte es dann in sich, denn Takeshi musste durch frei laufende Kühe hindurch. Normalerweise sind ihm sogar diejenigen Kühe nicht ganz geheuer, welche sicher hinter Zäunen verwahrt sind. Doch es gab keinen Weg drum herum. Der kleine Kerl musste sich seiner Angst stellen. Und siehe da: mit stolz erhobenem Haupt und nur ab und zu beschwichtigenden Signalen schaffte er es, zwischen den vielen friedlich grasenden Milchkühen und deren Kälbern hindurchzulaufen.
Nach so einer Odysee hatte er sich seinen Mittagsschlaf redlich verdient.


Als dann am Nachmittag die Klassen wieder ins Lagerhaus zurück kehrten, wurde auch Takeshi aktiv. Einige interessierten sich sehr dafür, mit Takeshi Tricks zu üben. Das fand er auch ganz spannend, mal jemand anderes, der ihm sagt, was er tun soll. So wurde Apportieren, Pfote geben, Futter auf die Pfoten legen und Gegenstände ziehen trainiert. Natürlich immer mit genügend Pausen, Guddelis und Streicheleinheiten.


Das Nachtessen verschlief er dann wieder und träumte vermutlich von all den tollen Kindern, die mit ihm so wunderbar trainiert haben.


Als Abendprogramm spielten wir "Challenges". Per Mehrheitsentscheid wurde beschlossen, dass Takeshi unbedingt auch dazustossen müsse. So fieberten die Zuschauenden ihrem gewählten Spieler leise zu und freuten sich, wenn Takeshi mal hier und mal dort Küsschen verteilte.
Je länger der Abend dauerte, umso lauter und unruhiger wurde es. Damit sich die Spielenden so richtig ausleben konnten, wurde Takeshi dann zum Schlafen wieder in sein Zimmer gebracht.


Und so endete ein wunderbarer, erlebnisreicher, spannender Tag.

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