Ein Artist names "Takeshi"

Eines Morgens - es war ein Morgen wie jeder andere auch - stellte ich für die Kindergartenkinder eine Bewegungslandschaft auf. Ich werkelte vor mich hin, wuselte mal hierhin, mal dorthin, um alle Gegenstände zusammenzutragen und in einer sinnvollen Reihenfolge hinzulegen. In Gedanken versunken überlegte ich mir, ob ich auch ja jedem Bedürfnis Rechnung getragen habe, ob der Parcours auch wirklich für jedes Kind machbar und dennoch ausreichend spannend und an einzelnen Stellen herausfordernd genug ist. Da drehte ich mich um und was sah ich?
Takeshi, wie er friedlich auf dem Trampolin stand und mir beim Herumwuseln zuschaute.
Zufall, dachte ich mir. Der steht bestimmt nur da oben, weil ich es eben erst herumgeschleppt habe. Doch als er sich nicht fortbewegen wollte, sondern sich sogar noch hinlegte und ihm die Augen vor lauter Wohlgefallen beinahe zufielen, kam ich auf eine Idee: war mein Hund vielleicht gar kein richtiger Hund, sondern ein Artist? So gesellte ich mich zu ihm auf das Trampolin (der Platz war nun schon reichlich eng) und begann zu hüpfen. Sicher - so dachte ich - findet er das ganz doof und macht sich vom Acker. Aber ich dachte falsch. Takeshi fand es richtig toll! Er wollte gar nicht, dass ich aufhörte und wippte freudig mit dem Trampolin mit. Als ich dann genug hatte und weiter vorbereiten wollte, legte er sich wieder hin und döste einen Augenblick.
Herunter kam er erst, als die Kinder eintrafen - was er dann doch spannender fand als das Trampolin.

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