Adventsritual mit Hund

Die Adventszeit ist kulturell bedingt eine festliche, besinnliche und fröhliche Zeit, in welcher man sich bewusst Zeit für sich und andere nimmt.
Auch im Unterricht wird absichtlich etwas Zeit des normalen, regulären Unterrichts abgezwackt, um für ein tägliches Adventsritual Platz zu schaffen. Diese Rituale fördern oftmals die Gemeinschaft, die Ruhe im hektischen Alltag oder die Wahrnehmung der eigenen Person, um nur einige Bereiche zu nennen.


Da es das erste Weihnachten, respektive die erste Adventszeit mit Takeshi ist, haben auch wir uns bewusst für ein Adventsritual entschieden. Da ich als Heilpädagogin nicht täglich in allen Klassen anwesend bin, findet das Ritual pro Klasse einmal wöchentlich statt.
Zuerst ziehe ich Takeshi sein Ho-ho-ho-Halsband an - meistens beginnt hier die ganze Klasse zu lachen, wenn er so hübsch angezogen durch das Klassenzimmer wuselt. Danach werden die Geschenke (in Stoff eingepackte Tennisball-Röhren) vor den Kindern auf den Boden gelegt und Takeshi geht eines apportieren. Ich öffne das apportierte Geschenk, nehme die Zettel heraus, auf denen Kindernamen notiert sind (mehrere pro Ritual, so dass bis zum Schluss alle Kinder drankommen) und lese sie ab. Die aufgerufenen Kinder dürfen nach vorne kommen, den Inhalt des Geschenks ausleeren und ihn fair unter sich aufteilen (jedes Kind bekommt einen weihnachtlichen Radiergummi, eine Nascherei und einen Keks, den es Takeshi verfüttern darf). Danach dürfen sie sich für die restliche Zeit, in welcher wir anwesend sind, mit den Requisiten (Weihnachtsbrillen und Santa-Claus-Hütchen) festlich anziehen. Auch hier gilt - wir sprechen MITeinander (getreu dem Schuljahresmotto) und handeln fair aus, wer was tragen möchte.

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